Unsere Geschichte

GLASSRIJK Tubbergen begann einmal als ein Experiment – ein Kunstereignis in einem Twentschen Dorf als Ersatz für die legendären Straßenmotorradrennen.

Seitdem hat sie sich zu einer führenden Glaskunstveranstaltung in Nordwesteuropa entwickelt. Jahr für Jahr schaffen es Glaskünstler, Besucher und Freiwillige, die GLASRIJK zum Leben zu erwecken, jeder auf seine Weise.

Seit Jahren ist Tubbergen an vier Tagen im Jahr die Hauptstadt der Glaskunst der Niederlande – und weit darüber hinaus. Im Jahr 2026 feiern wir die 30e Ausgabe von GLASRIJK, unser Jubiläum, und wir begrüßen unsere 980ster teilnehmender Künstler.

Ein besonderes Kapitel in dieser Geschichte bildet die weltberühmte Familie Glazier Nicolasdie seit 1898 künstlerisch verbunden ist nach Tubbergen.

Lesen Sie auch die Geschichte über das Brugman-Fenster, das von Joep Nicolas von Ronckenstein entworfen wurde und kürzlich bei GLASRIJK eingegangen ist.

Die fünfte Generation lebt immer noch dort - und die sechste Generation ist im Jahr 2026 als Künstler anwesend bei GLASRIJK.

Brückenfenster von Joep Nicolas van Ronckenstein (1933-)

Einzigartiges Buntglasfenster, Jubiläumsgeschenk für Mitarbeiter von Brugman Radiatoren, gerettet

Am Freitag, dem 4. Juli 2025, erschien in der Tubantia ein Artikel über ein Buntglasfenster, das im Oktober 2025 bei GLASRIJK eine herausragende Rolle spielen wird. Wie und was? Das lesen Sie später, jetzt hier der Text des Zeitungsartikels.

Hans Brugman junior sagte: "Mach damit, was du willst".

Ehemalige Mitarbeiter von Brugman Radiators schlagen Alarm, als sie hören, dass die alte Fabrik in Tubbergen abgerissen werden könnte. Sie wissen, dass in der Kantine ein besonderes und wertvolles Kunstwerk hängt. Wie ist dieses Kunstwerk bei Brugman gelandet? Und wie läuft die Rettungsaktion?

Ein denkwürdiger Jahrestag

Das 25-jährige Bestehen von Brugman Radiators im Jahr 1988 wird groß gefeiert. Es werden keine Kosten gescheut - schließlich boomt das Geschäft in den 1980er Jahren. Das Unternehmen lädt alle 125 Mitarbeiter und ihre Partner zu einem langen Wochenende im Kurhaus in Scheveningen ein. Brugman Radiators bucht Zimmer für bis zu 220 Personen.
Die Fernsehmoderatorin Astrid Joosten führt durch die Partynacht, und auch Prominente treten auf, darunter der Sänger Lee Towers.
Auch die Mitarbeiter selbst tragen zum Jubiläumsprogramm bei. Es wird sogar eine Revue geben. Die Proben finden im Haus von IT-Mitarbeiter Bennie Kreuwel in Geesteren statt. Er bewahrt noch das Original-Revueheft auf.

Großes Geschenk für die Familie Brugman

Neben der Revue möchte das Personal der Familie Brugman ein besonderes Geschenk anbieten. Alle Mitarbeiter legen Geld für ein gemeinsames Geschenk zusammen. Kreuwel und der ehemalige Geschäftsführer Harrie Hutten sprechen dazu einen renommierten Glasmaler an: Joep Nicolas von Ronkenstein, ein Spross der berühmten Glasmalerfamilie Nicolas, bekannt für die Bleiglasfenster in der Pancratius-Basilika in Tubbergen.

Für 5.000 Gulden schuf er ein einzigartiges Kunstwerk, das die Verbindung zwischen Tubbergen und Brugman symbolisiert. Auch die Arbeit in der Heizkörperfabrik und die Vorliebe der Familie Brugman für den Pferdesport sind darin enthalten. Hans Brugman nahm sogar an den Olympischen Spielen 1972 in München als Mitglied des Militärteams teil.

“Das Buntglasfenster war zu schwer, um es in den Saal zu tragen, sagt Hutten.
Das Werk ist 1,20 mal 1,50 Meter groß und wird am Jubiläumswochenende im Kurhaus enthüllt. Die Familie Brugman ist sichtlich gerührt. "Hans Brugman senior war als jemand bekannt, der nie eine Träne vergoss, aber das hat ihn wirklich berührt", sagt Hutten.

Von der Kantine zum drohenden Abriss

Das Buntglasfenster bekommt einen prominenten Platz in der Kantine der Fabrik. “Hans Brugman junior war mit seinem Porträt nicht ganz zufrieden, aber schließlich bekam das Fenster doch einen Platz”, so Kreuwel.
Da die Fabrik seit Jahren leer steht und der Abriss droht, ist das Kunstwerk in Gefahr. Das besondere Fenster - mit wiedererkennbaren Bildern wie dem Logo der Gemeinde Tubbergen, der Fabrik und Reitern auf Pferden - stellt nun einen erheblichen Wert dar.

"Damit wird ein wichtiges kulturelles Erbe für Tubbergen erhalten", sagt Hannie Droste, Vorstandsmitglied von Glasrijk.

Glassy tritt in Aktion

Hutten en Kreuwel schlagen Alarm bei der Stiftung Glasrijk Tubbergen. Durch einen Führungswechsel wird es erst 2024 eine Bewegung geben. “Wir hörten vom Bleiglasfenster und kamen sofort ins Handeln”, sagt Hannie Droste, Vorstandsmitglied von Glasrijk.
Nach Absprache mit Hans Brugman wird deutlich, dass er sich von dem Fenster distanziert: “Machen Sie damit, was Sie wollen”, sagt er. Die Stiftung Glasrijk Tubbergen erhält das Werk formell.

Ab Oktober 2025 hat es einen Ehrenplatz beim Glasrijk 2025 erhalten, es hängt permanent an seinem vertrauten Platz in der Kantine von MW-Technik, dem neuen Besitzer der Brugman-Fabrik.

"Damit wird ein wichtiges kulturelles Erbe für Tubbergen erhalten", so Droste abschließend.

Danke an den Regionalreporter Tom van den Berg für das Interview, danke an Harrie Hutten (ehemaliger Manager bei Brugman), Bennie Kreuwel (ehemaliger ICT-Mitarbeiter) und Diego Semprun Nicolas (Neffe von Nicolas van Ronkenstein).